76. Jahrestag der Massaker von Monte Sole
Die Scuola di Pace ist Partner des Projekts der Universität zu Köln
„Die Massaker im besetzten Italien (1943–45) in der Erinnerung der Täter
Le stragi nell’Italia occupata 1943-1945 nella memoria dei loro autori„
finanziert durch den Deutsch-Italienischen Zukunftsfond des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.
Die Gedenkveranstaltungen dieses Jahr sind ein Anlass, die Ergebnisse dieser Forschung und einige Reflexionen die von diesem unerforschtem Gebiet aufgekommen sind, an die Öffentlichkeit zu präsentieren.
Samstag, 3. Oktober
„Leben mit schwierigen Erinnerungen.
Verleugnung, Schweigen und Zweideutigkeit in deutschen Nachkriegsfamilien“
Im Teatro Comunale di Marzabotto
18:00 Präsentation des Projektes „Le stragi nell’Italia occupata 1943-45 nella memoria dei loro autori“
Carlo Gentile – Universität zu Köln
Udo Gümpel – Journalist
und danach ein Gespräch mit Nils Olger (Regisseur) und Carlo Gentile
20:30 Vorführung von „Eine Eiserne Kassette – Una cassetta di ferro“
(Österreich/Deutschland 2018, 102 Minuten) von Nils Olger.
Einleitung von Carlo Gentile mit Luca Baldissara (Universität von Pisa)
Der Regisseur Nils Olger hat für diesen Film intime Nachforschungen, die gleichzeitig einen immensen sozialen Wert haben, zum Weg seines Großvaters, Olaf Jürgenssen, einem Österreichischer Arzt der im Krieg der 16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“ und genauer der Einheit von Walter Reder zugewiesen wurde, angestellt.
In der Dokumentation, ausgehend von ein paar Fotos und bei der Rückkehr zu denselben Orten, rekonstruiert der Regisseur den Weg seines Großvaters im gefolge der 16. Division, zuerst in Ungarn und später in der Toskana, genauer in Vinca und San Terenzo, bis zur Ankunft in Bologna wenige Tage vor den Massakern am Monte Sole.
Die Dokumentation wird dann zu einer Reise aus immer anspruchsvolleren und schwierigeren Fragen zu Erinnerung in österreichischen Familien, welche genauso, wenn nicht sogar mehr, von Auslassungen, Verharmlosungen und Vergessen geprägt ist wie die in deutschen Familien.
Wir haben uns gedacht, dass diese Dokumentation nicht Online gezeigt werden soll, wegen der großen emotionalen Wirkung die es auf die lokale und andere Gemeinschaften haben kann, sondern als Moment der öffentlichen Beteiligung, in Anwesenheit des Regisseurs.
Senza Fretta 2020 – BolognaEstate
Die Veranstaltungen im Sommer zu einigen Artikeln unserer Verassung bieten gemeinsam mit den Gedenkveranstaltungen für die Massaker einen ideale Möglichkeit für weitere Reflexionen. Dieser letzter Termin will einen wichtigen Aspekt unserer Demokratie reflektieren, geboren aus Reflexionen zu Widerstand: die Gewaltentrennung.
„Lo stato di eccezione – ovvero dello spirito delle regole“.
Die Vorstellung, dass es bei der Entscheidungsfindung um Führungskraft, Charisma und Durchsetzungsvermögen geht, setzt sich immer mehr durch und vernachlässigt und verdrängt damit das Konzept der Partizipation. Wir schlagen Aktivitäten vor, um über Entscheidungsmechanismen, Delegation und (echte) Beteiligung nachzudenken.
Samstag, 26. September
10:00 Thematischer Besuch der Gedenkstätte
15:30 Decision making – workshop für Erwachsene
Sonntag, 27. September
10:00 Thematischer Besuch der Gedenkstätte
15:30 Simon says – Workshops für Kinder von 6 bis 10 Jahren
Für das gesamte Program der Gedenkveranstaltungen klicken Sie hier

