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Auf dem Sofa, während dem Spazieren, am Computer, im Auto oder beim Kochen… Viele Gelgenheit neue Welten zu entdecken!

„Memory On Air“ war eine Radiosendung die sich – im Stil der Scuola di Pace – mit Erinnerung und Bewusstsein, Vergangenheit und Zukunft beschäftigte.

Die erste Staffel ist aus der Zusammenarbeit mit der „International Coalition of Sites of Conscience“ entstanden, einem internationalen Netzwerk, das über die ganze Welt verstreute Orte des Gedenkens vereint. Orte, die, wie Monte Sole, eine tragische Geschichte von Missbrauch, Ungerechtigkeit, Gewalt und Tod hinter sich haben und die das Potential haben den Menschen von heute viel beizubringen.

Erinnerungen zum Wissen, zum Erhalten, zum Weitergeben, aber vor allem zum Leben. Erinnerung als Motor des Handelns, der Gegenwart, der Zukunft.

Die zweite Staffel hingegen führte hingegen zu einer verschärften Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, beginnend mit einer Reflexion über das, was 1944 in Monte Sole geschah: Wie war diese Gewalt möglich? Wie ist es möglich, HEUTE, JETZT, HIER? Nicht in einem beruhigenden von uns weit entfernten Gebiet aber HIER. JETZT.

Das dritte Jahr gab uns einen tiefen Einblick in die Dynamik von Geschlechtern, während uns das vierte dazu diente, um zurückzukehren um die Welt mit Ruhe und Sorgfalt zu verfolgen.

Camera con Vista – Geschichten von (un)bekannten Welten

Einer der wichtigsten Momente unserer Erfahrung am Monte Sole ist der Versuch unsere Sichtweise zu verändern. Wir dachten, es lohnt sich, diesen Moment bis zur Spitze zu treiben und einen ganz besonderen Raum zu wählen, um zu beobachten, was um uns herum passiert. Elena M. nahm sich vier Sabbatical Monate, um nochmal zurück in Ausbildung zu gehen. Dank eines Stipendiums nahm sie am  Alliance for Historical Dialogue and Accountability Program (AHDA) der Columbia University in New York teil.

Neue Begegnungen, neue Erfahrungen aber – offensichtlich – die gleiche eingeschränkte Sicht. Genau wie das, was man beim Blick durch ein Fenster bekommen kann: Egal wie weit die Aussicht reicht, sie kann nicht alles beinhalten, so viel man auch zu wissen scheint, manches bleibt immer unbekannt.

Camera con Vista hat versucht – von einem gemieteten Raum am Rand von Harlem – Fragmente dieser Visionen zu teilen, von diesen Geschichten, die man in den meisten Fällen vollständig einzufangen scheint, um dann zu erkennen, dass man nur versuchen kann, sie zu begreifen.