#25aprileOnLine

Der 25. April ist ein symbolisches Datum.

Der Krieg war nicht sofort zu Ende, die Demokratie wurde nicht sofort eingeführt und die folgenden Jahre haben gezeigt, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie nicht ein für alle Mal gewonnen werden kann.
Vielmehr sind wir alle aufgerufen, das Recht bzw. die Pflicht zur Wachsamkeit wahrzunehmen, wie es die Gedenktafel auf dem Friedhof von Casaglia fordert: „Unser Mitleid mit ihnen bedeutet, dass alle Männer und Frauen wissen, dass sie wachsam sein müssen, damit der Nazifaschismus nie wieder aufersteht„.

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Wolke des Widerstands „Come in cielo, così in terra“ (Wie im Himmel, so auf Erden)

Bevor die Pandemie über uns hereinbrach und unsere Arbeit veränderte, hatten wir geplant, die Fotoausstellung „Come in cielo, così in terra“ (Wie im Himmel, so auf Erden), die von Silvia Calderoni in Zusammenarbeit mit Daria Casadio kuratiert wurde, in der Aula am Monte Sole auszustellen.
Silvia hat in der 3. Stufe der Mittelschule an einem Workshop an der Scuola di Pace teilgenommen und hat daher entschlossen an der Gestaltung und Durchführung von Workshops zur Ausstellung mitzuwirken.

Die Fotos der Ausstellung „Come in cielo così in terra“ haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.
Vor vielen von ihnen muss man sich als Mensch vor einem Menschen sehen.
Die porträtierten Personen sind keine Kategorie, keine Gruppe, über deren Schicksal wir ein Urteil fällen, eine Stimme abgeben, einen Daumen nach oben oder unten zeigen müssen.
Die dargestellten Themen verlangen von uns, dass wir als Menschen erkannt, gesehen und gehört werden.

Durch diese Fotos kommen viele Fragen auf die ohne Antwort bleiben. Wir wollen wissen wer, woher, warum und mehr.
Wir werden in einem ein Schwebezustand, der symmetrisch zu dem Schwebezustand ist, in dem die porträtierten Personen zu leben scheinen, gelassen.
Und vielen von ihnen kommt eine Frage ins Bewusstsein, dringender als andere: Casaglia, 29. September 1944 „Cornelia, Cornelia, sei anocora viva?“ (Cornelia, Cornelia, lebst du noch?)

Aber wer waren nur die Personen die diese Fotos gemacht haben?
Indiesem Video erzählen die Fotograf*innen Melissa Arras, Alex Ward und Lorenzo Tugnoli von sich.

Wenn Sie sich noch vertiefender mit Silvia und den Künstler*innen beschäftigen möchten wurde uns hier der Katalog zur Verfügung gestellt.

Nachdem wir den ganzen 25. April die Fotografien genau betrachtet haben und ein Austausch zu den Emotionen und Gedanken zu den Bildern stattgefunden hat wurden unsere   Reflexionen in eine Wolke des Widerstands festgehalten, welche hier ausgestellt wird.

Wir können nicht genug Danken für die große Beteiligung und freuen uns schon wieder auf den gemeinsamen Austausch von Emotionen und Gedanken im Kreis auf den Wiesen vom Monte Sole.